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Slovak-Austrian-German-Alliance for Vocational Education and Training

22.08.2017 08:42 von Carla Röblitz

Agreement Nr. 2015-1-SK01-KA202-008951

Übersetzung des Artikels, erschienen anlässlich der Abschlusskonferenz am 18.07.2017 in Bratislava in Allgemeine News 29-30 / 2017:

In Bratislava fand eine internationale Konferenz zur Auswertung der Ergebnisse eines einzigartigen Zwei-Jahres-Projektes mit dem Namen Saga for Vet, einer Slowakisch-Österreichisch-Deutschen Allianz für Berufsbildung statt.

Das Projekt wurde im Rahmen des Förderprogramms der Europäischen Union Erasmus+ durchgefuehrt. Im Projekt engagieren sich slowakische staatliche Bildungsinstitutionen, private Unternehmen, Hochschulen und andere Bildungseinrichtungen und Unternehmen aus Deutschland und Österreich. Seit mehreren Jahren wird in der Slowakei über die ungünstige Lage auf dem Arbeitsmarkt gesprochen, vorallem über den Mangel an ausgebildeten Arbeitskräften. Das Projekt beschäftigt sich daher mit neu akkreditierten Programmen in der Slowakei, erfolgreichen Beispielen aus Deutschland und Österreich, vor allem bei der Umsetzung der dualen Ausbildung. Es hat auch den Ehrgeiz Empfehlungen für sich betreffs des lebenslangen Lernens und der Umschulung von Arbeitslosen zu entwickeln und diese an staatliche Institutionen und private Unternehmen in der Slowakei auszusprechen.

Im Rahmen des Projektes SAGA für die Berufsbildung fanden Pilot- Umschulungen von 89 Arbeitsuchenden, in den sechs Berufen Schlosser, ein Arbeiter in der Wasserversorgung, Kaufmann im Großhandel, Kaufmann im Einzelhandel und Trockenmaurer statt. Das Projekt hat über mehr als zwei Jahre 5 Arbeitsämter (Michalovce, Trebišov, Čadca, Zvolen und Spišská nová Ves) beteiligt.

Die Staatssekretärin des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Sport Frau Oľga Nachtmannová informierte in ihrer Rede darüber, dass das Ministerium eine Gesetzesänderung zum lebenslangen Lernen vorbereitet, die auf die neuesten Trends reagieren soll. Im Rahmen der dualen Ausbildung soll die Notwendigkeit der direkten Verbindung von Schule und Arbeitgeber hervorgehoben werden.

Der Generaldirektor des Zentrums für Arbeit, Soziales und Familie Herr Marián Valentovič, der auch Stellvertretender Vorsitzender des Regierungsrates für Berufsbildung ist, stellt die Anforderungen des Arbeitsmarktes und die sich daraus ergebende Notwendigkeit einer Umgestaltung der Berufsausbildung dar. Er informierte auch, dass in naher Zukunft 30 bis 50 Wiederholungskurse in Zusammenarbeit mit den Arbeitgebern real beginnen werden. Er betonte auch die Notwendigkeit das Konzept Industrie 4.0 zu fördern, reagiert also auf die schrittweise Computerisierung der Gesellschaft und Training von Kommunikations- und Managementfähigkeiten. Das Mitglied des Präsidiums des Verbandes der Arbeitgeberverbände Herr Andrej Hutta sprach über das lebenslange Lernen, was die Notwendigkeit einer Gesetzesänderung betont und sich insbesondere der Notwendigkeit von Änderungen des Gesetzes für die duale Ausbildung widmet. Weiterhin nannte er auch den stärkeren Fokus auf technisch orientierte Umschulungen für Arbeitslose. Speziell für die kritische Gruppe von Langzeitarbeitslosen wurde die Durchführung von langfristigen Kursen vorgeschlagen. Dr. Bernhard Beckmann, Vorsitzender des Aufsichtsrats des deutschen Bildungsträgers Europäisches Bildungswerk für Beruf und Gesellschaft (EBG), das seit 12 Jahren mit privaten Berufsschulen in der Slowakei tätig ist, schätzt den Beitrag des Projekts SAGA für die Berufsbildung. Es ermöglicht - trotz der unterschiedlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland, Österreich und der Slowakei - effektiv die gemeinsamen Erfahrungen in die Verbesserung der Möglichkeiten des Lebenslangen Lernens und der Realisierung von Umschulungsmaßnahmen für Arbeitslose einfließen zu lassen. (Allgemeine News 29-30 / 2017, abrufbar in Slowakisch unter der URL: http://www.obecne-noviny.sk/clanky/zakon-o-dualnom-vzdelavani-je-nevyhnutne-novelizovat)

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